Chronische Unterforderung kann zu negativem Stress führen: Boreout ist das Gegenteil von Burnout.
Boreout: Zu Tode gelangweilt. Das ist zwar keine Diagnose, aber mit dem Begriff "Boreout" haben die Schweizer Buchautoren Philippe Rothlin und Peter R. Werder ("Diagnose Boreout", "Die Boreout-Falle") der beruflichen Unterforderung und deren Folgen vor einigen Jahren einen Namen gegeben. Gekoppelt damit sind Verhaltensweisen, die das ungewollte Nichtstun kaschieren sollen. Das aber führt zu einem Gefühl von Leere, Bedeutungslosigkeit, Sinnlosigkeit und Selbstzweifel. Die Autoren betonen, dass Boreout nicht gleich Faulheit ist: "Wer unterfordert ist, will arbeiten, aber das Unternehmen lässt ihn nicht."
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Mittwoch, 20. Juli 2011
Freitag, 24. Juni 2011
Wie das Stadtleben das Gehirn verändert
Eine Studie in Nature (2011; 474: 498–501) zeigt, dass Städter in Bedrängnis häufiger jene Regionen des Gehirns aktivieren, die für die Verarbeitung von Ängsten zuständig sind.
Stadtluft macht frei, heißt es. Doch vielen Menschen bekommt das enge Zusammenleben mit anderen auf engem Raum offenbar nicht. Untersuchungen zeigen, dass die Prävalenz von Depressionen in der Stadt um 39 Prozent höher ist als auf dem Lande. Angststörungen sind zu 21 Prozent häufiger, und Schizophrenien werden bei Menschen, die von Geburt an in der Stadt aufwachen, doppelt so häufig diagnostiziert. Dänische Psychiater konnten vor Jahren sogar eine Dosis-Wirkungs-Beziehung aufstellen (Arch Gen Psychiatry 2001; 58: 1039-1046).
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Stadtluft macht frei, heißt es. Doch vielen Menschen bekommt das enge Zusammenleben mit anderen auf engem Raum offenbar nicht. Untersuchungen zeigen, dass die Prävalenz von Depressionen in der Stadt um 39 Prozent höher ist als auf dem Lande. Angststörungen sind zu 21 Prozent häufiger, und Schizophrenien werden bei Menschen, die von Geburt an in der Stadt aufwachen, doppelt so häufig diagnostiziert. Dänische Psychiater konnten vor Jahren sogar eine Dosis-Wirkungs-Beziehung aufstellen (Arch Gen Psychiatry 2001; 58: 1039-1046).
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