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Montag, 11. Juli 2011

Gesunde Kinder frisch ab Hof

Der Kontakt mit Kühen, Schweinen oder Katzen ist gut für schwangere Frauen


Schwangere Frauen sollten der Gesundheit ihrer Kinder wegen auf den Bauernhof gehen. Diesen Rat könnte man aus einer Studie ableiten, die Forscher aus fünf europäischen Ländern vor kurzen veröffentlicht haben.


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Freitag, 10. Juni 2011

Die Psycho-Falle

Immer mehr Kinder sind psychisch krank, heißt es. Wir verlieren das Gefühl dafür, was normal und gut ist. 


Ich betrachte meinen Sohn, er hat sich seine Turnhose in die Socken gesteckt und will nach draußen. Mir fällt die besorgte Mutter ein, über die ich im Februar mit einer Kollegin geschrieben habe. Es war eine Geschichte über die Angst von Eltern und Grundschulkindern, wegen des geänderten Anmeldeverfahrens in Berlin nicht auf die gewünschte Oberschule zu kommen. Was sie auf keinen Fall wolle, sagte die Mutter, „ist eine Schule, an der die Jungen die Hosenbeine der Jeans in die Socken stopfen wie in Neukölln oder Moabit“. Bloß keine Prolls, keine Psychos, keine verhaltensauffällige Klientel.

Damals begegnete ich bei der Recherche ständig Eltern, die genau wussten, was richtig ist.

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Donnerstag, 9. Juni 2011

Österreich ein "kinderfeindliches Land"

Experte über niedrige Geburtenrate: "Je höher der Emanzipationsgrad in einem Land, desto mehr Kinder werden geboren"
Wien - "Die ÖsterreicherInnen haben schlicht und einfach Angst vor dem Kinderkriegen. Sie fürchten um Freiheit, Geld, Karriere": Das schließt Ulrich Reinhardt, Leiter der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen, aus einer Umfrage unter 1000 Personen über 15. Kernergebnis: Nur zwei von fünf ÖsterreicherInnen (39 Prozent) halten das eigene Land für kinderfreundlich. In Dänemark sind es 86, in Frankreich 60.

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Montag, 16. Mai 2011

Perspektivenlosigkeit macht krank

Zu einem großen Teil lebensuntüchtig und arbeitsunfäghig- so sieht der deutsche Jugendpsychiater Michael Winterhoff einen nicht näher definierten "hohen Prozentsatz" heutiger Jugendlicher und junger Erwachsener. So weit, so (alt-)bekannt, ist man vorschnell versucht, darauf zu antworten.
Frappierend für mich- und darum poste ich es hier- ist sein  Erklärungsansatz:

Unsere Psyche ist so angelegt, dass sie eigentlich mit jeder Situation klar kommen kann, indem sie es immer schafft, irgendwo Punkte der Normalität festzumachen. Das nennt man Kompensation. Das Tragische ist, dass die rasante Entwicklung der letzten 15 Jahre uns dermaßen überfordert, dass wir in Gefahr sind, über das Kind zu kompensieren. Wir leben in einer Zeit, in der es keine positive Perspektive gibt. Da fehlen Anteile im Leben wie Glücklich- und Zufriedensein. Da ist die Gefahr groß, dass ich mir das, was mir fehlt, über das Kind hole: Sein Glück ist auch mein Glück. Daraus entsteht eine Verschmelzung der Psychen. Eltern fühlen für ihr Kind, denken für ihr Kind, gehen für ihr Kind in die Schule.

das gesamte Interview mit winterhoff findet sich in der gestrigen Ausgabe derZeitung "Die Presse"- hier online