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Dienstag, 12. Juli 2011

Gesunder Lebensstil senkt Risiko für plötzlichen Herztod

Nichtrauchen, Normalgewicht, Sport und gesunde Ernährung als Erfolgsfaktoren


Vier gesunde Lebensweisen senken das Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden, um 92 Prozent. Dies zeigt eine Analyse der Nurses' Health imJournal of the American Medical Association (JAMA 2011; 306: 62-69). Auf den plötzlichen Herztod entfällt mehr als die Hälfte aller kardialen Todesfälle, allein in den USA sind dies zwischen 250.000 und 310.000 Fälle jährlich.
Ein gesunder Lebensstil könnte dies in den meisten Fällen vermeiden, wozu vier wichtige Lebensregeln zählen: Nicht rauchen, schlank bleiben (Body-Mass-Index unter 25), täglich eine halbe Stunde Sport und sich mediterran ernähren mit viel Obst und Gemüse, Nüssen, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Fisch sowie Alkohol in Maßen.

Dienstag, 14. Juni 2011

Raucher: Warnhinweise auf Zigarettenpackungen wirken

Warnhinweise auf Zigarettenpackungen sind den meisten Rauchern bekannt und viele von ihnen denken ans Aufhören



14 Länder der "Zweiten" (z.B. Russland, Ukraine) oder "Dritten Welt" (z.B. Indien), die sich in dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geförderten "Framework Convention on Tobacco Control (FCTC)" zusammengeschlossen haben, einigten sich vor mehreren Jahren darauf, Tabakwarenverpackungen mit spezifischen Warnhinweisen zu bedrucken. Diese Hinweise sollten die schädigenden Wirkungen des Tabakkonsums beschreiben, von den nationalen Behörden zugelassen sein, mindestens 30% und besser noch bis zu 50% der sichtbaren Packungsoberfläche bedecken, klar und eindeutig in der Landessprache formuliert sein, mehrere wechselnde Texte verbreiten und vorzugsweise Bilder oder Pictogramme benutzen.

Um herauszubekommen, wie viele aktive RaucherInnen man mit diesen Hinweisen überhaupt erreicht und wie viele Personen sich dazu veranlasst fühlen, daran zu denken, das Rauchen aufzuhören, wurde in den 14 Ländern 2008 bis 2010 im Rahmen des "Global Adult Tobacco Survey (GATS)" Befragungen von heranwachsenden (15 Jahre und älter) und erwachsenen Rauchern maschinell produzierter Zigaretten durchgeführt.

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Freitag, 27. Mai 2011

Ex-Raucher haben einen starken Willen

Eine Studie belegt, dass Menschen, die es geschafft haben, den Zigaretten abzuschwören, eine große Willenskraft haben – größer sogar als Menschen, die noch nie geraucht haben.
Manchen gelingt der Ausstieg aus der Nikotinsucht, andere starten einen Versuch nach dem anderen und scheitern immer wieder. Möglicherweise haben sie für sich einfach noch nicht die richtige Methode für den Rauchstopp gefunden. Möglicherweise ist aber auch ihr Gehirn anders gepolt als das der erfolgreichen Aussteiger aus der Sucht. Das zeigt eine Studie des Research Institute for a Tobacco Free Society in Dublin, Irland. Forscher konzentrierten sich dabei auf die Hirnaktivitäten von drei Gruppen von Versuchsteilnehmern: Die eine bestand aus Rauchern, die zweite aus Ex-Rauchern, die Teilnehmer der dritten hatten noch niemals geraucht.



Alle Probanden durchliefen Tests, während die Wissenschaftler ihre Gehirnaktivität im Magnetresonanztomographen überwachten. Das waren zum einen Aufgaben, die die Impulskontrolle überprüften, aber auch Tests, die darauf abzielten, wie gut die Teilnehmer ihr eigenes Verhalten beurteilen konnten. Ein Aufmerksamkeitstest wiederum ermittelte die Fähigkeit, sich von Bildern, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen, nicht ablenken zu lassen – eine Aufgabe, mit der sich Raucher üblicherweise schwer tun.

Ausgeprägte Selbstkontrolle der Ex-Raucher

Während der einzelnen Tests zeigten die Gehirne der Teilnehmer deutliche Unterschiede: In den Köpfen der Raucher waren die präfrontalen Regionen weniger aktiv als in denen der Menschen, die nie geraucht hatten. Diese Gehirnregion steht mit der Kontrolle über das Verhalten in Zusammenhang. Eine erhöhte Aktivität zeigten dagegen die sub-kortikalen Bereiche der Raucher, wie der Nucleus accumbens, der reagiert, wenn es um Belohnung oder den Stimulus durch Nikotin geht. Dagegen herrschte unter den Ex-Rauchern in dieser Region Ruhe.
Stattdessen aber zeichneten die Forscher eine erhöhte Aktivität in den Frontallappen der ehemaligen Raucher auf – diese Bereiche reagieren, wenn es um die Selbstkontrolle geht. Sie waren sogar im Test weit aktiver als bei den Menschen, die nie geraucht hatten. Für die Forscher ist das ein Indiz dafür, dass sich die früheren Raucher einer herausragenden Fähigkeit rühmen dürfen: Sie besitzen eine enorme Willenskraft – sogar mehr als grundsätzliche Abstinenzler.

Quelle: focus.de